Fett macht fett. Das haben die meisten von uns so oft gehört, dass es sich wie eine unumstößliche Wahrheit anfühlt. Light-Produkte, fettarme Joghurts, Margarine statt Butter – jahrzehntelang war wenig Fett gleich gesund.
Und trotzdem kämpfen so viele Menschen mit ihrem Gewicht. Trotz Light. Trotz fettarm. Trotz allem.
Vielleicht liegt der Fehler nicht beim Fett – sondern bei diesem Gedanken.
Was Fett wirklich in deinem Körper macht
Fett ist kein Feind. Es ist ein lebenswichtiger Nährstoff – für das Gehirn, die Zellwände, die Hormonproduktion und das Nervensystem. Ohne ausreichend gute Fette kann der Körper viele Prozesse schlicht nicht richtig durchführen.
Was die wenigsten wissen: Fette liefern bis zu viermal mehr Energie als Kohlenhydrate. Das bedeutet – wer die richtigen Fette isst, ist länger satt, hat stabilere Energie und bekommt deutlich weniger Heißhunger.
Wer dagegen zu wenig Fett isst, greift früher oder später zu Süßem, Snacks oder großen Portionen – weil der Körper immer weiter nach dem sucht was ihm fehlt.
Der entscheidende Unterschied – welches Fett für welchen Typ
Hier kommt der Punkt der alles verändert: Nicht jeder Mensch braucht die gleiche Menge Fett. Und nicht jeder Mensch verträgt die gleichen Fette.
Eiweißtypen – also Glyko- und Parasympathikustypen – brauchen deutlich mehr gute Fette als allgemein empfohlen wird. Butter, Butterschmalz, Olivenöl und Schmalz sind für sie keine Sünde sondern wichtige Grundnahrungsmittel. Pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl oder Distelöl hingegen können sie schlechter verwerten – ihr Körper produziert zu wenig der dafür nötigen Enzyme.
Kohlenhydrattypen – also Beta- und Sympathikustypen – brauchen weniger Fett. Sie vertragen gut eine Mischung aus Butter, Olivenöl und kleinen Mengen pflanzlicher Öle. Zu viel Fett macht sie eher träge und schwer.
Balancierte Typen liegen dazwischen und haben die breiteste Auswahl an verträglichen Fetten.
Warum die meisten Eiweißtypen jahrelang falsch essen
Ein Eiweißtyp der sich nach den üblichen Ernährungsempfehlungen richtet – wenig Fett, viel Getreide, viel Obst – kämpft täglich gegen seinen eigenen Körper.
Er isst wenig Fett und ist trotzdem nie richtig satt. Er greift zu Snacks, zu Süßem, zu großen Portionen – nicht weil er keine Disziplin hat, sondern weil seine Zellen buchstäblich nach dem richtigen Treibstoff schreien.
Sobald dieser Typ anfängt mehr gute Fette zu essen – und dafür Kohlenhydrate reduziert – passiert oft etwas Erstaunliches: Der Heißhunger verschwindet. Die Energie steigt. Und das Gewicht beginnt sich zu regulieren, ohne dass er hungern muss.
Auch die falschen Fette können schaden
Nicht alle Fette sind gleich. Die meisten industriellen Pflanzenöle – Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeimöl – enthalten sehr viel Omega-6-Fettsäuren. Im Übermaß fördern diese stille Entzündungen im Körper, die wiederum Gewichtszunahme, Erschöpfung und chronische Beschwerden begünstigen.
Gute Fette hingegen – Butter, Butterschmalz, Olivenöl, Kokosöl, fetter Fisch – liefern dem Körper was er wirklich braucht. Sie unterstützen die Fettverbrennung statt sie zu blockieren.
Was meine Klienten immer wieder erleben
Einer der häufigsten Sätze den ich in meiner Beratung höre lautet: „Ich esse jetzt mehr als vorher – und nehme trotzdem ab."
Das ist kein Zufall. Wenn der Körper den richtigen Treibstoff bekommt, reguliert er sich selbst. Er hört auf zu horten. Er hört auf ständig nach mehr zu suchen. Er findet seine Balance.
Meine Klientin Nicole hat in drei Monaten 9,5 Kilo abgenommen – und dabei mehr gegessen als je zuvor bei einer Diät. Der Unterschied war nicht die Menge. Es war der richtige Treibstoff für ihren Typ.
Das Wichtigste in Kürze
Fett macht nicht fett – der falsche Treibstoff macht fett. Wer seinen Stoffwechseltyp kennt und die richtigen Fette in der richtigen Menge isst, gibt seinem Körper genau das was er braucht. Die Folge ist nicht nur weniger Gewicht – sondern mehr Energie, besserer Schlaf, weniger Heißhunger und ein Körper der sich endlich wieder wohlfühlt.
Hast du schon einmal erlebt dass mehr Fett dir gutgetan hat? Oder bist du noch skeptisch? Schreib mir gerne deine Erfahrung.